Elektroverband
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Zwischenqualifikation

Wegleitung Zwischenqualifikationsverfahren 2017

Zweck / Geltungsbereich

Mit Beurteilung durch eine Zwischenqualifikation wird der Ausbildungsstand der Berufslernenden im 4. Semester in unterschiedlichen Bereichen überprüft und dokumentiert. An der Zwischenqualifikation sollen alle berufslernende Elektroinstallateure des Kantons Aargau teilnehmen.

Die Zwischenqualifikation umfasst vier Teilbereiche:

  • Überbetrieblicher Kurs
  • Ausbildungsbericht
  • Erfahrungsnoten Berufsfachschule
  • Theoretische, schriftliche Zwischenprüfung Berufsfachschule

Überbetrieblicher Kurs

Es wird eine Schlussnote des ersten Kurses erstellt.

Ausbildungsbericht

Der Lehrbetrieb erstellt einen Ausbildungsbericht. Es ist das standardisierte Formular des VAEI zu verwenden. Eine Kopie des Ausbildungsberichts inkl. Note des 3. Semesters ist vom Lehrbetrieb bis Freitag 31. März 2017 an das Sekretariat VAEI zu senden. (siehe Erklärung unten)

Erfahrungsnoten Berufsfachschule

Die Erfahrungsnote ist das Mittel aus den Fachnoten 1. bis 3. Semester (Technische Grundlagen, Technische Dokumentation und Bearbeitungstechnik) auf eine Dezimalstelle gerundet. 

Zwischenprüfung

Die schriftliche Zwischenprüfung findet am ordentlichen Schultag an der besuchten Berufsfachschule vom 24. bis 28. April 2017 statt.
Bei einer Absenz wird die gleiche Prüfung am darauf folgenden Schultag durchgeführt. Die Korrektur wird vom jeweiligen Fachlehrer verrichtet. 

Die theoretische Zwischenprüfung wird durch die Berufsfachschulen zusammengestellt. Sie beinhaltet schriftliche Aufgaben aus den folgenden fünf Bereichen:

Technologische Grundlagen

Elektrotechnik und erweiterte Fachtechnik – 60 Minuten

  • Grundlagen
  • Ohmsches Gesetz
  • Arbeit, Leistung, Wirkungsgrad
  • Leiterwiderstand
  • Widerstandsschaltungen
  • Elektrowärme
  • chem. Spannungsquellen
  • Spannungsabfall
  • Lichttechnische Grundlagen

Kommunikationstechnik – 20 Minuten

  • Systemübersicht
  • Grundlagen der Telefonie
  • Hauseinführung
  • ISDN
  • Endgeräte

Technische Dokumentation

Anlagedokumentation – 60 Minuten

  • Lampenschaltungen (alle Schemaarten inkl. einfacher Installationsplan)
  • Sonnerieanlagen
  • Beleuchtungsanlagen
  • Impulskontaktsteuerung (inkl. Motorschutz)

Regeln der Technik – 20 Minuten

  • Allgemeines
  • Gefahren der Elektrizität
  • Arbeiten an Elektroinstallationen
  • Begriffsbestimmungen
  • Äussere Einflüsse
  • Aufteilung der Stromkreise
  • Stromversorgung für Sicherheitszwecke

Bearbeitungstechnik

Werkstoffe, Arbeitssicherheit – 20 Minuten

  • Chemische Grundlagen
  • Einteilung und Eigenschaften von Werkstoffkunde
  • Eisen und Stahl
  • Nichteisenmetalle
  • Halbleiterwerkstoffe
  • Legierungen
  • Arbeitssicherheit


Die Noten der Zwischenprüfung sind als normale Prüfungsnoten während eines Semesters zu behandeln und sind mit anderen Prüfungsnoten für die Zeugnisnote des vierten Semesters zu verrechnen. 

Ergebnisse

Das Sekretariat VAEI erstellt die Zwischenqualifikation und versendet das Ergebnis in zweifacher Ausführung an den Lehrbetrieb. Die Gesamtnote ist das Mittel aus den Einzelnoten (je 1/5 der Notensumme) wobei Elektrotechnik doppelt zählt, das Endresultat wird auf eine Dezimalstelle gerundet.

Der Lehrbetrieb teilt das Ergebnis der Zwischenqualifikation den Berufslernenden mit.

Die gesamten Resultate werden an das BKS, Abteilung Berufsbildung gesendet. Bei einem unzureichenden Notenschnitt werden die Berufsschulen zusammen mit dem Berufsinspektor, Lehrbetrieb und Berufslernenden geeignete Massnahmen vereinbaren.

Bei einer allfälligen Umteilung des Berufslernenden zum Montage-Elektriker, erfolgt der Eintritt nach den Sommerferien ins 2. Lehrjahr.

Die Noten bleiben bis zur Lehrabschlussprüfung auf dem Sekretariat VAEI abgelegt. Sie können bei Nichtbestehen der QV für die Besprechung beigezogen werden.