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101. Generalversammlung des VAEI

Voller Energie im Energiekanton

Nicht nur der Präsident des VAEI führte schwungvoll durch das Programm der Generalversammlung, auch die traktandierten Geschäfte waren energiegeladen. Keine Überraschungen bei den Wiederwahlen, aber Vorbehalte beim Zusammenlegen der drei Ausbildungsstandorte.

«Nichts ist so beständig wie der Wandel», dieser Ausspruch des griechischen Philosophen Heraklit von Ephesus zog sich wie ein roter Faden durch die von Präsident Thomas Keller geleiteten Generalversammlung am 31. März 2017 im Rathaus von Zofingen. Er wies auf die verschiedenen Herausforderungen hin, welche die Elektroinstallationsfirmen zu meistern haben, wie etwa der Kostendruck bei Bauausschreibungen. Des Weiteren müsse man sich auf der Verbandsseite über ein gemeinsames Vorgehen mit der Paritätischen Kommission bei den Baustellenkontrollen einigen und mit den Gewerkschaften nach konstruktive Lösungen suchen.

Mehr Effizienz in der Berufsbildung

Der VAEI müsse «den Beruf stark machen und in der Gesellschaft verankern», so Thomas Keller. In unserer heutigen digitalen Welt müsse die Arbeit der Elektroinstallateure vermehrt in den Vordergrund gestellt werden. «Wir müssen etwas ändern, sonst kommen wir nicht vom Fleck». Mit dem «Smart Home Mobile» habe man bereits zahlreiche Oberstufenschüler für eine Schnupperlehre interessieren können, informierte Michael Tschirky, Zentralpräsident VSEI. Für Thomas Keller brauche es aber auch eine Konzentration auf die zwei Ausbildungsstandorte Aarau und Brugg, um die Ausbildung mit kürzeren Wegen für die Lernenden attraktiver zu gestalten und so eine Effizienzsteigerung zu erreichen. Die Teilnehmenden unterstützen die Stossrichtung des Verbandes mit 38 Ja-Stimmen bei 2 Enthaltungen und 8 Gegenstimmen.

Für ein starkes Gewerbe ohne Steuererhöhungen

Kurt Schmid, Präsident des Aargauischen Gewerbevereins AGV, gratulierte dem VAEI zu seiner gelungen Jubliäumsfeier im letzten Jahr und merkte an, dass diese als Massstab für die 125-Jahr-Feier des AGV in zwei Jahren dienen werde. Er freute sich über die Zusage des VAEI zur Teilnahme an derAargauischen Berufsschau ab’17 in Wettingen. Er bekräftigte, dass sich der AGV weiterhin für einen 40-Prozent-Satz bei der Dividendenbesteuerung einsetze, obwohl dieser von den Gewerkschaften bekämpft werde.

Wahl des Vorstandes

Die Mitglieder des Vorstandes wurden für eine weitere Amtsperiode gewählt. Auch Thomas Keller wurde mit Applaus in seinem Amt als VAEI-Präsident bestätigt. Auch die Mitglieder in den verschiedenen Kommissionen wurden wiedergewählt. Ausserdem konnten vier neue Verbandsmitglieder begrüsst und zahlreiche Experten für ihr mehrjähriges Engagement geehrt
werden. Thomas Keller verabschiedete Bruno Güntensberger aus dem Vorstand und dankte ihm für seinen langjährigen und grossen Einsatz.

Motivierte Lernende

Christoph Schmidmeister, Leiter Elektro-Ausbildungszentrum EAZ, teilte mit, dass sich die Leistungen der aargauischen Elektroinstallateure und Montage-Elektriker im Schweizer Durchschnitt bewegten. Besonders erfreulich sei, dass Berufslernende im ersten Lehrjahr teilweise mit hervorragenden Leistungen glänzen würden. Für die kommenden Lehrabschlussprüfungen seien 142 Elektroinstallateure und 61 Montage-Elektriker aufgeboten.

Erfolgreiche Jahresrechnung

«Dem Verband geht es sehr gut», so Thomas Keller. Dank des gewinnbringenden Liegenschaftsverkaufs konnte die Jahresrechnung trotz Mehrsausgaben bei der 100-Jahr-Jubliäumsfeier mit einem Gewinn abgeschlossen werden. Die Jahresrechnung 2016 sowie das Budget 2017 wurden ohne Gegenstimmen angenommen.

Kostendruck im Bau

Zum Schluss folgte das Referat von HEV-Direktor Ansgar Gmür zum Thema «Kostendruck im Bau – Fakten und Aussichten». Er merkte an, dass die grössten Kostenreiber beim Erstellen von Liegenschaften die Gesetzesvorlagen seien. Energievorschriften, Brandschutzvorschriften oder Lärmschutzauflagen seien heute für eine Preissteigerung von über 50 Prozent im Vergleich zu 1969 verantwortlich. Die Besteuerung von Immobilien habe in der Schweiz eine lange Tradition. Er
resümierte, dass auch hier gelte: «Nichts ist so beständig wie der Wandel».

Eveline Frei

 

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